Porsche 911 GT3 S/C: Das erste GT3 Cabriolet der Geschichte ist da!
Veröffentlicht am: 18.04.2026
Porsche-Fans auf der ganzen Welt haben jahrzehntelang darauf gewartet, nun ist es endlich Realität: Die Zuffenhausener haben im April 2026 das erste offizielle 911 GT3 Cabriolet vorgestellt. Unter der Bezeichnung Porsche 911 GT3 S/C (für Street/Convertible) verbindet Porsche die kompromisslose Rennsporttechnik des GT3 mit dem unvergleichlichen Open-Air-Erlebnis eines Cabriolets. Es ist eine Sensation in der Elfer-Historie, da die GT-Modelle bisher fast ausschließlich den geschlossenen Coupés vorbehalten waren. Doch der GT3 S/C bricht mit dieser Tradition und schafft eine völlig neue Nische für Puristen, die den Sound des Saugmotors ungefiltert genießen wollen.
Herzstück: Der 4,0-Liter-Saugmotor mit Gänsehaut-Garantie
Technisch bleibt Porsche beim GT3 S/C keine Antwort schuldig. Im Heck arbeitet der legendäre 4,0-Liter-Sechszylinder-Boxermotor, der seine 510 PS (375 kW) erst bei einer schwindelerregenden Drehzahl von 9.000 U/min entfaltet. Da es sich um einen reinen Saugmotor handelt, ist das Ansprechverhalten messerscharf. Besonders puristisch: Der GT3 S/C wird ausschließlich mit einem besonders kurz übersetzten 6-Gang-Schaltgetriebe ausgeliefert. Porsche verzichtet hier bewusst auf das PDK-Doppelkupplungsgetriebe, um das analoge Fahrerlebnis in den Vordergrund zu stellen. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h gelingt in 3,9 Sekunden, während die Höchstgeschwindigkeit bei beeindruckenden 313 km/h liegt – und das wohlgemerkt in einem offenen Fahrzeug.
Leichtbau ohne Kompromisse: Technik vom 911 S/T
Damit das Cabriolet trotz der aufwendigen Dachkonstruktion die Dynamik eines GT3 beibehält, hat Porsche tief in die Leichtbau-Trickkiste gegriffen. Viele Komponenten, wie die Fronthaube und die Kotflügel, bestehen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CfK). Ein Großteil der Fahrwerkstechnik und der Aerodynamik-Komponenten wurde vom limitierten Sondermodell 911 S/T übernommen. Im Gegensatz zum Coupé verzichtet das Cabriolet auf den wuchtigen Schwanenhals-Heckflügel und setzt stattdessen auf eine dezentere, automatisch ausfahrende Spoilerlippe mit integrierter Abrisskante. Dies verleiht dem GT3 S/C eine elegante, fast schon klassische Silhouette, ohne dabei den notwendigen Abtrieb für hohe Kurvengeschwindigkeiten zu vernachlässigen.
Interieur und Exklusivität: Ein Traum für 269.000 Euro
Im Innenraum setzt sich der puristische Ansatz fort. Leichtbau-Vollschalensitze aus Carbon sind serienmäßig, ebenso wie ein reduziertes Cockpit, das den Fokus voll auf den zentralen, analogen Drehzahlmesser legt. Trotz der Rennsport-Gene muss der Fahrer nicht auf Luxus verzichten; feinste Leder- und Race-Tex-Umfänge sorgen für eine exklusive Atmosphäre. Das Beste für Sammler und Enthusiasten: Im Gegensatz zu früheren Sondermodellen wie dem Speedster ist der 911 GT3 S/C nicht streng limitiert. Er wird als reguläres Modell in die GT-Familie aufgenommen, hat jedoch mit einem Einstiegspreis von mindestens 269.000 Euro seinen stolzen Preis. Wer dieses Meisterwerk der Ingenieurskunst sein Eigen nennen will, muss also tief in die Tasche greifen.
Fazit: Die ultimative Fahrmaschine für Sonnenanbeter
Mit dem 911 GT3 S/C hat Porsche ein Fahrzeug geschaffen, das es so eigentlich nicht geben dürfte: Ein Rennsport-Triebwerk in einer offenen Karosserie. Es ist die perfekte Antwort für alle, denen ein Turbo Cabriolet zu klinisch und ein normales Carrera Cabriolet zu zahm ist. Der GT3 S/C bietet ein analoges, ungefiltertes und hochemotionales Fahrerlebnis, das in der heutigen Zeit seinesgleichen sucht. Er ist ein Denkmal für den Saugmotor und eine Verbeugung vor der Freiheit auf vier Rädern. Für Porsche ist dieses Modell schon jetzt ein zukünftiger Klassiker, der die Herzen der Fans im Sturm erobern wird.