Škoda Kodiaq im TÜV Report 2026: Licht und Schatten beim tschechischen Erfolgs-SUV

Veröffentlicht am: 02.06.2026

Škoda Kodiaq im TÜV Report 2026: Licht und Schatten beim tschechischen Erfolgs-SUV

Der Škoda Kodiaq gehört seit seinem Marktstart im Jahr 2017 zu den absoluten Bestsellern im Segment der großen SUVs. Ob als geräumiges Familienfahrzeug, komfortabler Begleiter auf Langstrecken oder robustes Zugpferd – der Tscheche hat sich eine treue Fangemeinde erarbeitet. Mit cleveren Detaillösungen im "Simply Clever"-Stil und einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis setzt er Maßstäbe. Doch wie schlägt sich das beliebte SUV nach einigen Jahren im harten Alltag, wenn es auf der Hebebühne der Prüfer steht? Der aktuelle Škoda Kodiaq TÜV Report 2026 liefert dazu spannende und aufschlussreiche Erkenntnisse für Besitzer sowie Kaufinteressenten von Gebrauchtwagen.

Hervorragendes Zeugnis beim TÜV: Die Stärken überwiegen

Die erfreulichste Nachricht vorweg: Der Škoda Kodiaq erweist sich auch im TÜV Report 2026 als überdurchschnittlich solides und zuverlässiges Fahrzeug. Vor allem im Vergleich zum allgemeinen Durchschnitt aller geprüften Fahrzeuge kann das tschechische SUV glänzen. Die Statistik zeigt, dass stolze 86,4 Prozent der sechs bis sieben Jahre alten Kodiaq-Modelle die Hauptuntersuchung (HU) ohne jegliche Beanstandungen bestehen. Zum Vergleich: Der Durchschnitt über alle Fahrzeugklassen hinweg liegt bei dieser Altersgruppe bei deutlich niedrigeren 78,8 Prozent. Die sorgfältige Verarbeitung und die bewährte Großserientechnik aus dem Volkswagen-Konzernregal machen sich hier bezahlt. Rost an tragenden Teilen ist absolut kein Thema, und auch die Lenkung sowie die Beleuchtungseinrichtungen werden von den Prüfern nur extrem selten beanstandet.

Typische Schwachstellen im Škoda Kodiaq TÜV Report 2026

Obwohl der Kodiaq in der Gesamtbilanz hervorragend abschneidet, ist er nicht fehlerfrei. Schwere SUVs fordern bauartbedingt an bestimmten Stellen ihren Tribut. Folgende Schwachstellen und Verschleißthemen tauchen im aktuellen TÜV-Report besonders häufig auf:

1. Bremsenverschleiß an der Vorderachse

Ein typisches SUV-Problem betrifft auch den Kodiaq: das hohe Fahrzeuggewicht. Zusammen mit der Motorleistung führt dies zu einer enormen Beanspruchung der Bremsanlage. Vor allem bei den beliebten Allradvarianten (4x4) und den durchzugsstarken Diesel-Modellen (2.0 TDI) wird bereits bei der ersten oder zweiten Hauptuntersuchung (oft schon nach 30.000 bis 40.000 Kilometern) ein überdurchschnittlich hoher Verschleiß der vorderen Bremsscheiben und -beläge festgestellt. An der Hinterachse hingegen lauert eine andere Gefahr: Wird das Fahrzeug selten voll beladen bewegt, neigen die hinteren Bremsscheiben wegen Unterforderung zu Rostbildung. Beides führt zu Abzügen bei der HU.

2. Fahrwerks- und Achskomponenten

Das komfortable Fahrwerk des Kodiaq filtert Unebenheiten zwar gekonnt weg, leidet auf schlechten Straßen jedoch unter erheblichem Verschleiß. Im Fokus der TÜV-Prüfer stehen regelmäßig die Querlenkerbuchsen sowie die Spurstangenköpfe. Polternde, klappernde oder knackende Geräusche beim Überfahren von Schlaglöchern sind deutliche Warnzeichen. Auch verschlissene Stoßdämpfer und beschädigte Hardy-Scheiben werden ab einer Laufleistung von etwa 80.000 Kilometern vermehrt registriert, was die Fahrstabilität negativ beeinflusst.

3. Erhöhter Ölverlust bei jüngeren Jahrgängen

Ein überraschender Kritikpunkt im TÜV Report 2026 ist der überdurchschnittlich oft bemängelte Ölverlust bei relativ jungen Fahrzeugen. Dies betrifft meist verschlissene Motordichtungen oder Wellendichtringe an Kurbelwelle und Getriebe. Bei den TSI-Benzinmotoren (insbesondere den frühen 1.4 TSI und 1.5 TSI) sollte man zudem auf ein eventuelles Rasseln beim Kaltstart achten. Dies deutet auf eine gelängte Steuerkette hin, die dringend getauscht werden muss, um kapitale Motorschäden zu vermeiden.

4. Elektronik und Assistenzsysteme

Die fortschreitende Digitalisierung bringt gelegentlich Software-Probleme mit sich. Häufige Beanstandungen betreffen Fehlfunktionen der elektrischen Parkbremse, insbesondere bei Kodiaq-Modellen der Baujahre 2017 bis 2019. Auch das Infotainment (Columbus oder Bolero) neigt ab und zu zu Abstürzen oder einem flimmernden Bild der Rückfahrkamera. Hinzu kommen vereinzelte Ausfälle bei den Türschlossaktoren der Zentralverriegelung.

Die richtige Vorbereitung auf die Hauptuntersuchung

Um die hervorragende Statistik des Kodiaq fortzuführen und ohne Mängel durch die HU zu kommen, sollten Besitzer ihr Fahrzeug im Vorfeld genau prüfen lassen. Ein kurzer Vorab-Check von Bremsen, Fahrwerk und Motorraum schützt vor unnötigen Nachprüfungsgebühren. Gerade bei anstehenden Terminen ist eine verlässliche Prüfstelle entscheidend.

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Fazit: Ein treuer Begleiter mit wenigen Allüren

Der Škoda Kodiaq bleibt auch im Jahr 2026 eine uneingeschränkte Empfehlung auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Seine überragende Mängelfreiheit im aktuellen TÜV-Report unterstreicht die hohe Fertigungsqualität des SUVs. Wer die typischen Verschleißteile wie die Bremsen und das Fahrwerk im Auge behält, regelmäßige Serviceintervalle einhält und rechtzeitig kleinere Undichtigkeiten behebt, wird mit dem tschechischen Raumwunder einen extrem zuverlässigen und wertstabilen Begleiter für viele Jahre an seiner Seite haben.